Resteverwertung:
Aus den Resten meines tollen neuen Strickmantels, den ich euch noch überhaupt gar nicht gezeigt habe (hole ich aber ganz bald nach), habe ich dem Blühwürmchen einen coolen Retro-Pulli genäht. Total schlicht, total einfach, aber dank des tollen Stoffes eben trotzdem zeigenswert. Finde ich zumindest. 😉
Das Blühwürmchen findet ihren Pulli übrigens „stylo“ (gesprochen: „sch-t-eilo“), was auch immer das heißen soll. Auf jeden Fall scheint es nichts Negatives zu sein, denn sie hatte den Pulli jetzt schon ein paar Mal in der Schule an. Er gehört also zu den akzeptierteren Kleidungsstücken ihres aus allen Nähten platzenden Kleiderschranks. Aus dem werden im Moment eh immer nur naserümpfend die obersten Teile rausgefischt und meckernd über den Körper gezottelt. Nichts ist gut genug, alles tut ihr irgendwo weh oder ist peinlich oder was auch immer. Die miese Ferienlaune toppt die miese Schulzeitlaune noch deutlich. 😉 Schlimmer geht halt immer noch irgendwie!
Puuuh! Ich brauche Urlaub vom Urlaub! 😛
Nur zur Verdeutlichung einmal ein kleiner Ausschnitt aus einer völlig beliebig ausgewählten heutigen Konversation zwischen den Blühwürmchen und mir:
Ich: „Kinder, zieht euch bitte an!“
Großes Blühwürmchen: „Oh manno, warum müssen wir uns anziehen, wir spielen doch gerade, bäh, bäh, bäh! Ich hab sowieso nichts zum Anziehen!“
Kleines Blühwürmchen: „Nö!“
Ich: „Wir müssen noch einkaufen fahren sonst haben wir kein Mittagessen, also zieht euch jetzt an, wir wollen los!“
Großes Blühwürmchen: „Oh nö, wir können doch einfach Brot essen und wir sind doch gerade beschäftigt. Buhuhuhu… Heul… Jaul…“
Kleines Blühwürmchen: „Nö! Ich zieh‘ mich nicht an! Ich hab Hunger, was gibt es zu essen?“
Ich: „Nichts, solange wir nicht einkaufen fahren.“
Großes Blühwürmchen: „Okay…!“
Kleines Blühwürmchen heult Rotz und Wasser, weil er Hunger hat.
Ich: „Zieht euch doch eben etwas an, dann können wir schnell etwas zu essen kaufen und dann ist doch alles gut. Ihr könnt ja gleich weiterspielen.“
Kleines Blühwürmchen: „Gut? Gut? Nichts ist gut! Ihr lasst mich verhungern! Buäh!“
Ich: „Du hast vor einer Stunde noch ein ganzes Nutella-Brötchen verschlungen, so schnell verhungerst du nicht. Zieht euch jetzt an, wir müssen etwas fürs Mittagessen besorgen.“
Großes Blühwürmchen: „Wieso hatte der ein Nutella-Brötchen und ich nicht? Ihr seid so unfair!“
Kleines Blühwürmchen: „Was gibt es zu essen?“
Ich: „Ich fahre jetzt los!“
Ich nehme in aller Seelenruhe meine Jacke, ziehe meine Schuhe an, suche meine Handtasche und schlendere zur Tür. Beide Kinder sitzen heulend und bockig auf der Treppe im Schlafanzug. Sie stößt ihn ein wenig mit dem Ellenbogen, er zieht ihr ein klein wenig in den Haaren. Alles wird begleitet mit den Worten „Er hat…“-„Nein, sie hat…“.
Ich setze mich ins Auto und warte… Keine Ahnung was die Blühwürmchen gerade machen, aber anscheinend werden sie kooperativer, denn ich höre kein Geheule mehr. Nach fünf Minuten stehen sie auf jeden Fall einigermaßen angezogen (Das kleine Blühwürmchen ohne Socken, das große Blühwürmchen ohne Jacke!) neben meinem Auto und wollen einsteigen. Ich öffne die Türen, lasse sie beide einsteigen und nehme mir vor mich beim nächsten Mal einfach gleich ins Auto zu setzen und zu warten. 😉
Die Geschichte geht noch weiter mit der Rabenmutter, die ihre Kinder im Supermarkt ohne Socken und Jacke frieren lässt, die keine superleckeren Süßigkeiten zum Mittagessen kaufen will und die einfach nur fies und gemein ist.
Nach 20 Minuten Supermarktkampf nehme ich mir vor die Kinder beim nächsten Mal einfach zu Hause zu lassen oder Andre einkaufen fahren zu lassen. Puuuh! Ferien extrem!
Wer es bis hierhin geschafft hat, mag vielleicht noch etwas über Stoff und Schnittmuster wissen:
Stoff: Blueberry pitty von Lillestoff
Schnitt: Lütje Sweater von groeny
Ich gehe mich dann mal in mein Nähzimmer einschließen und heule der Nähmaschine etwas vor. Vielleicht wechselt sie ihr Garn dann ja von ganz alleine. Ich muss nur genug heulen, dann wird das schon!




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