Faschingsfreuden

Zum Thema „Prinzipien“:

Nähprinzipien habe ich viele und einige von ihnen sind wahrscheinlich ziemlich dämlich und völlig unprofessionell, aber sie gehören einfach zu mir und meinem Nähalltag dazu:

1. Ich bügle nicht, ich hänge glatt auf und halte gut fest.
2. Ich trenne nicht auf, ich trenne mich lieber von ein paar cm Stoff.
3. Bloß kein Stress und Ärger! Was nicht passt wird passend gemacht!
4. In der Ruhe liegt die Kraft, aber auch die Langeweile, also lieber ruckizucki als trödelig!
5. Ich hasse abpausen! Dann lieber schneiden und kleben – eBooks sind meine Freunde!
6. Alles was ich nähe muss praktisch und tragbar sein. Ich nähe nichts nur für ein Foto!
7. Ich brauche „guten“ Stoff! Von zu viel Polyester-Plastik krieg ich Ausschlag. Bin da ein sehr guter Produkttester mit Indikatorausschlag an beiden Händen. 😉
8. Ich hasse Fasching! Ich nähe niemals ein Faschingskostüm! So ein Quatsch aber auch!

Okay. Man kann ja nicht allen seinen Prinzipien immer treu bleiben und da das kleine Blühwürmchen doch mit einer sehr eigenwilligen Persönlichkeit gesegnet ist, musste ich das doofe Ninjagokostüm dann doch nähen. Und dann auch noch GRÜN! Nicht gerade meine Lieblingsfarbe.

Blühwürmchen: „Ich gehe an Fasching als Lloyd.“ – Ich: „Was ist denn Lloyd?“ – Blühwürmchen (vorwurfsvoll): „Der grüne Ninja von Ninjago, Mama!“ – Ich (fragend): „Du hast aber doch gar keine grünen Anziehsachen. Wie willst du denn da als grüner Ninja gehen?“ – Blühwürmchen (bestimmt): „Du nähst mir ein Kostüm!“ – Ich (entsetzt): „Ähm, ich weiß gar nicht, wie das geht und ich kenn die Ninjas ja auch gar nicht so richtig und außerdem ist das ganz teuer.“ – Blühwürmchen (fröhlich): „Mama näht mir ein Kostüm zu Fasching. Ich gehe als Lloyd.“ Jetzt gab es genau zwei Möglichkeiten:

1. Konsequent bleiben und „Nein!“ sagen und damit einen riesigen Tobsuchtsanfall auslösen und den Kindergartenfasching absagen, denn da geht er ohne das Kostüm nicht hin und das Kind dann selber mit zur Arbeit schleppen, dafür aber eine grandiose, prinzipientreue und konsequente Mutter sein.

2. Das doofe Kostüm einfach nähen und eine inkonsequente und nachgiebige Verwöhnmutti sein.

Tja! Das Ergebnis seht ihr unten. 😉
Wenigstens habe ich sieben der acht oben aufgeführten Prinzipien dabei eingehalten. Ich habe nicht gebügelt. Unsere Transferpresse, die wir beim Stoffwelten-Adventskalendergewinnspiel von BlueFuture gewonnen haben, kam zum ersten Mal so richtig zum Einsatz. Ich habe nicht aufgetrennt, weil ich mich auch gar nicht vernäht habe. Ich habe mir keinen Stress gemacht. Die verwendeten eBooks sind gut erprobt und gehen schnell zu nähen (Shirt „Svensson“ von Smalino, Langes Hösli von Susi’s Kreation, Beanie und Halssocke nach Gefühl). Shirt und Hose gehen nach Fasching noch perfekt als Sport-/Schlafanzug durch und Beanie und Halssocke sind für den Frühling perfekte Begleiter. Der Stoff ist ein „guter“ Baumwolljersey aus dem Hause Swafing, den ich bei der Stoff-Truhe Ganderkesee ergattern konnte.

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Ich finde sieben von acht ist doch ein guter Schnitt oder was meint ihr?

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